Dienethal und seine Geschichte

 

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Dienethal und seine Geschichte

 

Heimat Dienethal

Der Name DIENETHAL hat einen langen Werdegang durchgemacht. Um 1340 hieß der Ort DIEDENDAL, 1489 DYDENDAl, 1417 DYEDENDAl, 1445 DIEDINDAIL, 1536 DIEDENDAL.


Der Name ist mit "zum Tal des Diedo" gehörend zu erklären. Dienthal gehörte um 1430 grundherrlich zu der Sponheimer Grundherrschaft Nievern. Von den Grafen v. Sponheim wurden 1396 die von Langenau mit dem Gericht Dienthal mit allem Zubehör und Zehnten belehnt. Dazu gehörte auch Sulzbach. Nach dem Aussterben derer v. Langenau (1613) wurde das Hubengericht in die Grafschaft Sponheim einbezogen. Die Besitzer dieses Hubengerichtes bezogen Hafer-, Wingerts- und Erbzins von den Hübnern in Scheuern, Dienthal und Misselberg. Im 18. Jahrhundert gehörte es zum Gericht Nassau und hatte somit kein eigenes Gericht.

Die Hiesigen Schultheissen waren nur Ortsvorsteher. Als Schultheiss wird unter anderem ein gewisser Johann Phillip Eyefler (1765-1774) genannt. In Dienthal hatten die Herren von Stein Grundbesitz um 1702/3. Um 1711 wird ein "Nonnenwingert" erwähnt, der wohl zum Besitz des Klosters Affholderbach gehörte. Graf von Gerlach schenkte die Pfarrei zu Dienthal mit den Orten Misselberg und Sulzbach dem Kloster Affholderbach. Die Gemeinde erhielt zwar 1355 Taufrecht, jedoch keine Pfarrei. Erst 1544 und 1563 bestand eine Pfarrei, die 1627 mit der luth. Pfarrei in Nassau verbunden wurde.

Erst seit 1883 wurde das Kirchspiel mit eigenen Pfarrern besetzt. In alten Urkunden wird oft erwähnt, dass die Stellen in Dienthal unbesetzt blieben, da die Besoldung zu schlecht sei. Die Kirche mit ihrem früh Göttichen Chor legt noch beredetes Zeugnis von der alten Geschichte des Ortes ab. Daneben kann man an vielen anderen Dingen erkennen, dass der Ort eine alte Geschite hat. So zum Beispiel Flurnamen wie "Nonnenwingert", "Linsenstückchen" usw.

Einige Häuser in Dienthal, die nach dem 30jährigen Krieg erbaut wurden, so zum Beispiel die Pfaffenmühle 1691, Kreidel 1693, Pfeiffermühle 1721, zeugen ebenfalls von Dienthals altem Bestehn.

MISSELBERG 1361: Misselberg, 1540 Mistelberg, 1659 Mieselberg. Der Ort bestand 1604 nur aus einem Hof von drei Häusern. Misselberg gehörte bis 1821 zum Ort Dienethal. Seine Geschichte ist dadurch eng mit Dienethal verbunden. Die Schulchronik zeigt, dass die beiden Orte einen inneren Strukturwandel durchgemacht haben.

So wurde aus dem Ort der Landwirte ein Ort der Handwerker und Angstellten. Die Zeit ist auch in Dienthal und Misselberg nicht Spurlos vorrüber gegangen. Die zwei letzten Kriege haben große Lücken hinterlassen. Trotzdem kann man beruhigt nach vorne schauen; denn die beiden Orte zeigen großen Gemeinschaftssinn, dies beweist das 75jährige Bestehen des Männergesangvereins "Harmonie".

 



©   Florian Annas
Auszug aus der Festschrift des MGV Dienethal 1964


 

 

 

 

 

 

Publiziert am: Montag, 19. Juni 2006 (9369 mal gelesen)
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