Die ältesten Bürger Dienethals


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Die ältesten Bürger Dienethals

 

Heimat Dienethal

Vor zwei Jahren feierten Hedwig und Siegfried Mohr ihre Diamentenhochzeit. Beide lernten sich im Krieg kennen und lieben, als Siegfried – damals ein Soldat der Kavallerie – in Dienethal einquartiert wurde. 65 Jahre später blicken der mittlerweile 87-Jährige und seine 83-jährige Frau zufrieden zurück.

"Letzte Woche habe ich noch alleine einen Kirchbaum ausgemacht", erzählt der älteste Einwohner Dienethals. "Unsere zwei Töchter sagen immer, wir sollen doch endlich mal zur Ruhe kommen, aber wenn man sein ganzes Leben gearbeitet hat, kann man nicht von jetzt auf gleich nichts mehr machen", ergänzt seine Frau. "Das ist das einzige, was mir noch fehlt: die innere Ruhe. Aber das schützt vor geistiger Trägheit."

Die 83-Jährige hält sich mit Kreuzworträtzeln fit, strickt und häkelt leidenschaftlich. Fast 30 Jahre arbeitete die gebürtige Dienethalerin als Posthalterin und kannte "jede Blume in den Gärten". Siegfried Mohr, der ursprünglich aus einem Ort in der Nähe von Heidelberg kommt, arbeitete als Jugendgruppenleiter in den Heimen Scheuern mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Bis heute fährt er auch noch Auto.

"Solange ich weiß, wo ich hin möchte, fahre ich auch noch", lacht der Urgroßvater. Denn Hedwig und Siegfried Mohr sind nicht nur stolz auf vier Enkelkinder, sondern haben auch viel Freude an ihrem vierjährigen Urenkel.

Auch die ältesten Einwohnerin Dienethals gehört zur Familie: Hedwigs Schwester Wilhelmine Scherer. Die 88-Jährige war 14 Jahre lang Küsterin der Gemeinde, bevore sie einen Küster in Staffel heiratete. 1992 zog sie wieder zurück nach Dienethal, um in der Nähe ihrer Töchter zu leben.




©   RLZ
Auszug aus der Rhein-Lahn Zeitung 2005


 

Publiziert am: Montag, 19. Juni 2006 (8569 mal gelesen)
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