Dorf-Pfarrfest 2016

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... und immer wieder der Blick in den Himmel ...

eine Nachlese von Pfarrerin Silke Funk.


Und immer wieder der Blick in den Himmel
... der es aber auch dieses Jahr „fast“ gut mit uns meinte und uns nicht nur laut der positiven Presseberichte eines der schönsten gemeinsamen Feste schenkte. 

Und das ist nicht selbstverständlich, denn wie viele Hände arbeiten an einem solchen Vorhaben monate- und wochenlang mit? Sind mit Planung, Organisation, Bestellungen, persönlichem Zeitaufwand eingebunden, um an zwei Tagen für das Dorf ein Fest auf die Beine zu stellen, das sich wirklich mittlerweile sehen lassen kann und auch auf der Gemeindehomepage positive Spuren hinterließ.

Und auch wenn es zwischendurch mal knirscht und Meinungen Zeit brauchen, um zu einer gemeinsamen zu werden: Nach meinem Empfinden ist es uns allen an diesen Julitagen besonders gut gelungen, als die Welt zeitgleich Kopf stand und von Terrorangst und weiteren Gewaltakten im eigenen Land gefangen war. 

Umso dankbarer konnten wir sein: keine Verletzungen oder Kreislaufprobleme ob der warmen Temperaturen, keine unschönen Alkoholnebenwirkungen, keine lauten Streitereien oder Handgreiflichkeiten, wie sie mittlerweile auch bei Festen dieser Größe immer öfter vorkommen ... 

Und das Programm und die Atmosphäre? 

Beides konnte sich sehen lassen, als Ortsbürgermeister Manfred Gleim für die Orts- und Pfrn. Silke Funk für die Kirchengemeinde das diesjährige Dorf-Pfarrfest auf dem Backes eröffneten, und ein paar Momente später übernahm der MGV „Harmonie“ Dienethal die musikalische Leitung. Diesmal anders aufgestellt, und zwar mitten „unter die Leut“, um gemeinsam mit den Gästen bekannte Volks- und Weinlieder zu singen, mit an Bord auch Wolfgang Roth am Saxophon und Hilde Pfaff mit Akkordeon als Solomusiker, die bereits um diese frühe Zeit deutlich machten: In diesem Jahr wird die Musik bereits am Samstag den Ton angeben. 

Nach diesem vokalen Einstieg wurde es rhythmisch, denn direkt von der Generalprobe kam das Trash-Drumming Ensemble „Trash-Beats“ der Kreismusikschule Rhein-Lahn unter der Leitung von Christoph Przybilla und heizte generationsübergreifend so richtig ein. Nach einer „unplugged“-Demonstration verschiedener Rhythmen folgte ein viertelstündiges Medley auf aktuelle Hits, und die Trommler (zwischen 10 und 70 Jahren alt) hatten sichtlich Spaß. 

Der Abend galt dann als Talentschmiede aus eigenen Reihen, als die „Good old boys“, sprich Alexander Annas und Andreas Ritter, zu ihren Gitarren griffen und wirklich groovigen Blues und Rock durch Dienethal schickten und nicht ohne Zugabe vom Backes gelassen wurden. Daran änderte auch ein kleiner, heftiger Regenschauer nichts, denn die Stimmung hielt alle auf ihren Plätzen. Am Schlagzeug dabei natürlich für ein paar Nummern Yannick Annas und das neue Talent Max Kaucher aus Becheln, der zeigte, dass er Musik und Rhythmus im Blut hat. 

Der Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen stimmte mit einer Liedpredigt zum irischen Lied „Lord of the dance“ auf das musikalische Event am Nachmittag ein. Der MGV „Harmonie“ Dienethal gestaltete mit und lud die Gemeinde zur lautstarken Unterstützung ein. Nach abwechslungsreichem kulinarischen Angebot in der Mittagszeit kamen diesmal nicht nur die Rambling Rovers: Diesmal wurde irische und amerikanische Folkmusic auf dem Backes professionell getanzt von den Linedancern aus Frücht (Ehepaar Hamm) und Koblenz und von den Squeezern (Squaredance) mit eigenem Caller aus Koblenz. 

Das Bild der Rhein-Lahn-Zeitung zeigte eindrucksvoll, was da am Sonntag alles über die Bühne ging, und die interne Spannung wurde bis zum Abend durch die Tombola zugunsten des Kinderspielplatzes wach gehalten. 

Seit Jahren ging zum ersten Mal wieder eine Verkehrswarnung durch unseren kleinen Ort, weil so viele Menschen als Gäste gekommen waren ... 

Vieles ließe sich noch erzählen und der Festausschuss zieht in diesen Tagen Bilanz ...

Was mich (und ich denke auch viele andere) immer wieder beeindruckt:

  • dass ein relativ kleiner Ort wie Dienethal ein solches Fest auf die Beine stellen kann ...
  • dass so viele ihr berufliches Können kostenlos zur Verfügung stellen ...
  • dass es immer wieder gelingt, wenn es drauf ankommt zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, und wenn's mal hakt plötzlich ganz andere da sind, die selbstverständlich einspringen ...
  • dass in unseren Tagen und Zeiten auch ohne Angst gefeiert und gelacht wird, was einfach nur gut tut ...
  • dass Gastfreundschaft in Details wie liebevoll gedeckten Tischen und Bedienung am Platz greifbar wird ...
  • dass auch Meinungsverschiedenheiten ausgehalten und danach diskutiert werden können, ohne dem Fest zu schaden ...
  • dass eine beachtliche Spendenbereitschaft (sei es Kuchen, Zeit und Bereitschaft eine „Schicht“ zu fahren, technisches Können ...) ein solches Fest überhaupt ermöglicht ...

Sie können diese Liste in Gedanken selbstverständlich ergänzen, fortführen ...

Schön wär's natürlich, wenn noch mehr Menschen Zeit und Lust hätten, für zukünftige Vorhaben zum Festausschuss dazu zu stoßen oder bei der Gestaltung und Durchführung dabei sein könnten ... Ansprechpartner sind gleichermaßen die Orts- und die Kirchengemeinde.

Wirklich allen gilt an dieser Stelle unser Dank, die diesmal geholfen, mit angepackt, geschwitzt, und auf ihre Weise einfach da waren; natürlich auch allen Musikern, Künstlern und anderen Gästen, die da waren, sich wohl fühlten und hoffentlich noch lange von ihren Erlebnissen erzählen.

Im Bewusstsein, dass man bestimmt noch vieles hätte sagen können:
mit Mut zur Lücke, aber von Herzen,

Silke Funk

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